Präsentation CCZ 2012-11-10 - Kopie

 

 

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Als es nach der Währungsreform wieder aufwärts ging, begannen die verschiedenen örtlichen Vereine wieder Veranstaltungen durchzuführen. Auch Fastnachtsveranstaltungen waren dabei. Jeder vergnügte sich auf seine Art, jedoch wurde dabei vergessen, dass der zunehmende Straßenverkehr eine Gefahr für die feiernden Kinder darstellte. Einige junge Menschen bemerkten dies und machten sich Gedanken, diesem Zustand ein Ende zu bereiten ohne den Kindern die Freude zu nehmen. So hat schon am Fastnachtsdienstag 1954/55 eine kleine Gruppe den Fastnachtsumzug mit den Kindern gestaltet. Am 15.12.56 waren Karl Treibel und Robert Beisel im Gasthaus "Zum Schwarzbachtal" und sprachen mit dem Wirt Rudolf Walter† wie es weitergehen soll. Sie hatten den Gedanken die "Schwärzicher Fastnacht" neu aufleben zu lassen. Sie beschlossen froh gesinnte Menschen für diese Idee zu begeistern. Malermeister Theodor Fischer†, der zu dieser Zeit im Urlaub war, wurde verständigt. Er brach seinen Urlaub ab und nahm an der Besprechung teil mit folgendem Ergebnis. Am 10.01.57 wurde in einer Versammlung beschlossen einen Carneval Club ins Leben zu rufen, was inoffiziell 1955 schon geschehen war, und Mitwirkende für die folgende Fastnachtszeit zu ermitteln. Der Club wurde "CARNEVAL CLUB ZIGEUNERIO" (CCZ) Unterschwarzach genannt. Das erste gewählte Präsidium setzte sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: Theodor Fischer† (Präsident), Rudolf Walter† (Vizepräsident), Robert Beisel (Hofmarschall) und den Elferräten Rudolf Weigel, Karl Treibel, Robert Haaf, Fritz Knörzer†, Peter Knörzer, Joachim Stellmacher, Theodor Neimeier, Helmut Engert, Karl Lapesch, Karl Ludäscher† und Albert Lenz.

 

Am Anfang hatten wir eine männliche Garde. Hierzu meldeten sich Theodor Bauer als Gardeoffizier, sowie Ludwig Arlt, Josef Arlt, Helmut Biegel, Wolfgang Löbig, Eckehard Stellmacher†, Ludwig Fischer, Ludwig Knörzer und Manfred Schulze als Gardisten.

 

Mit der Finanzierung des Vereins stieß man am Anfang auf große Schwierigkeiten. Sie wurde mit Firmenspenden, einem Zuschuss der Gemeindeverwaltung in Hohe von 150 DM und durch die Mitwirkenden gemeistert. Für die Uniformen der Garde stellte am Anfang die Feuerwehr ihre Jacken zur Verfügung, die unter Anleitung von Hermine Walter† und Sonja Fischer mit Litzen verziert wurden. Zur Vorbereitung benötigte man sehr viel Zeit, da die Fastnachtszeitung verfasst, Umzug und Sitzung organisiert werden mussten. Glücklicherweise stellten sich verschiedene örtliche Vereine und private Gruppen zur Verfügung ohne die ein Umzug in diesem Ausmaß nicht hätte stattfinden können. Am Sonntag, den 3.März 1957 trat dann der CCZ zum ersten Mal an die Öffentlichkeit. Ein großer Umzug bewegte sich durch die Straßen zum Marktplatz, wo durch Vizebürgermeister Heinrich Fischer† die "Schlüsselübergabe" stattfand und damit die "Regierungsgewalt" an den CCZ übertragen wurde.

 

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Dicht gedrängt standen ca. 3 – 4000 Menschen am Marktplatz und den angrenzenden Straßen, so dass Ansprachen und Proklamation mit Lautsprechern übertragen werden musste. Ganz "Zigeunerschwarzich" stand Kopf und die 1.Fastnachtszeitung "Schwärzicher Beobachter" fand regen Absatz.

 

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So war es nicht anders zu erwarten, dass abends der Kronesaal und das Nebenzimmer voll besetzt waren. Außer Büttenreden trugen dazu der Zigeunerschorsch, damals von Herbert Walter verkörpert, die Zigeunergruppe und das Gesangstrio Ester Göhrig, Rudolf Walter† und Fritz Knörzer† in großem Maße bei. Der Fastnachtsdienstag wurde für die Kinder und Jugendlichen reserviert. Nach dem Umzug wurden sie im Kronesaal unterhalten und mit Süßigkeiten verwöhnt.

 

In diesem Jahr hatte der VDK am Abend seinen Maskenball dem der CCZ offiziell beiwohnte. Punkt 24.00 Uhr erfolgte die Rückgabe des Schlüssels an den Bürgermeister und trauriger Ausmarsch. Am 14.7.57 fand ein Sommernachtsfest zugunsten der Schwarzacher Blaskapelle statt. Alle Einnahmen wurden der Blaskapelle gutgeschrieben. Am 9.11.57 wurde ein bunter Abend mit Überraschungen gestaltet. Besonderen Anklang fanden die drei "Klarujo's" (Klara Frey, Rudolf Walter†, Joachim Stellmacher). Am 30.11.57 waren wir eingeladen, in der neu erbauten Festhalle von Reichartshausen, die erste Veranstaltung durchzuführen. Wir taten dies gerne um in der Öffentlichkeit bekannt zu werden. Geboten wurde das gleiche Programm wie am 9.11. ohne Einmarsch. Hinzu kam Theodor Fischer† als Zauberer unterstützt durch seine Assistentin Siegtrud Hermann (Göhrig). Das war das Gründungsjahr 1956/57.

 

Liebe Chronikleser,

Sie werden verstehen, dass man nicht alle Vereinsjahre so ausführlich wiedergeben kann. Es würde durch die vielen Aktivitäten des CCZ ein Buch werden. Wir werden ab hier nur noch über Höhepunkte und Veränderungen in der Vereinsführung berichten. 1957/58: Zur Unterstützung des Präsidiums wurde ein Festausschuss gebildet, der aus Alfred Frey† und Klaus Krifka bestand. Hofmarschall wurde Karl Lapesch, Funkenmariechen Irene Kuhn. Herr Bürgermeister Lutz† überreichte beim traditionellen Umzug den Schlüssel und mit dem "Zigeunerschorsch" trat Anneliese Frey als "Lina" zum ersten mal auf. Durch den jährlichen Wechsel im Elferrat, Garde usw. wollen wir, um niemanden zu vergessen, keine weiteren Namen nennen. Das Sommernachtsfest, das einige Jahre beim alten Teich (Reppersee, heute Wildparkgelände) und später hinter dem Mühlhof (Gelände Schwarzachhalle) veranstaltet wurde, endete meist mit einem Feuerwerk, das von Erhard Maisack organisiert wurde. Am 1.2.1959 beteiligten wir uns beim Umzug des Narrenrings Main-Neckar in Mosbach (8. Fränkisches Narrentreffen) mit 25 Zigeunern, 3 Festwagen, Präsidentenwagen und Garde. Am 28.2.1959 wurde bei der Jahresversammlung, nachdem das Präsidium verantwortlich zeichnete, eine Vorstandschaft gewählt: Erhard Maisack (Vorstand), Alfred Frey† und Fritz Frey (1. Vorstand), Ludwig Fischer (Schriftführer), Karin Bernhard (Kassenwart), Alfred Zimmermann (Kassier), Karl Fuchs und Georg Breinig† (Kassenprüfer), Wolfgang Wolbert und Helmut Biegel (Zeugwart), Stephan Groß (Zeremonienmeister) sowie das Präsidium wie bisher.

 

Seit 1959 haben wir eine weibliche Garde mit Funkenmariechen Veronika Haaf und der Prinzengarde mit Leni Stern, Brigitte Grimm, Margarete Ertl, Herma Ortner. Zur damaligen Zeit führte der Narrenring Main-Neckar Sternfahrten durch. Am 20.8.1961 führte diese nach Unterschwarzach. Sie wurde uns zugesprochen, nachdem wir in Tauberbischofsheim beim Narrenringumzug stark vertreten waren und deshalb auch gut ankamen. Der Tag begann um 10.00 Uhr mit einem Platzkonzert, 11.00 Uhr Begrüßung durch Bürgermeister Lutz† im Bürgersaal des Rathauses. Anschließend Besichtigung des Ortes mit dem sagenumwobenen Forstamt Neckarschwarzach durch Herrn Oberforstmeister Müller, der es verstand, das Gebäude bis ins 12.Jahrhundert geschichtlich zu dokumentieren. Zwei berittene Forstmänner entboten mit ihren Jagdhörnern einen musikalischen Gruß. 14.00 Uhr Beginn des bunten Nachmittags mit Auftritten des Trios, der Zigeunergruppe, Schorsch und Lina etc. Claudia Walter (Strähle) und Ilona Schumacher (Engelhardt) boten einen glanzvollen Zigeunertanz. 22.00 Uhr Großes Feuerwerk. Narrenring-Präsident Heinz Bernhard sprach dem Verein und der Gemeinde herzliche Worte des Dankes aus. 1962 hatten wir zwei Veranstaltungen, die Prunk- und Fremdensitzung in Schwarzach und eine Sitzung in Michelbach. Der Umzug fiel aus. Die Einnahmen von 250 DM wurden an das Rote Kreuz Mosbach zur Verwendung für die Betroffenen der Flutkatastrophe Hamburg überwiesen. Anhand dieses Beispiels kann man ersehen, dass durch Humor und Narretei, der Ernst des Alltags nicht vergessen wird. 1963 Sommernachtsfest mit dem Kleintierzuchtverein, um dessen Neugründung zu unterstützen. In den folgenden zwei Jahren konnte Theodor Fischer† aus familiären Gründen das Präsidentenamt nicht übernehmen. Dieses übernahm Karl Fuchs.

 

Zum 11 jährigen Jubiläum 1965/66 übernahm Theodor Fischer† noch einmal das Präsidentenamt. Dabei wurde die Standarte durch Heinrich Schäfer als Standartenträger zum ersten mal der Öffentlichkeit vorgestellt. Dieses Prachtstück wurde in kostenloser Handarbeit von Frau Uhl aus Neckarbischofsheim gefertigt. Zu Beginn des zweiten Teils der Jubiläumssitzung klingelte das Telefon am Präsidententisch und es meldete sich aus Solingen Hermann Lindemann, ein gebürtiger Schwarzacher, der von Anfang an im CCZ tätig war. Er, widmete das Zigeunerlied "Ich kenne einen kleinen Ort..." seinem CCZ. Präsident T. Fischer † ernannte Hermann Lindemann spontan zum "Ehrensenator" des CCZ. Dank örtlicher Vereine wurde der Umzug am darauffolgenden Nachmittag wieder ein schöner Erfolg. Theodor Fischer† wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt.

 

1967 war die zweite Sternfahrt des Narrenrings nach Schwarzach.

 

23.11.68 Bei der Generalversammlung wurde ein neues Präsidium gewählt: Präsident Gerd Fuchs (Präsident), Wendelin Müller (Vizepräsident) und Peter Hermann† (Hofmarschall). Karl Fuchs wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt. Das Männerballett und später auch die weibliche Garde wurden von Rudolf† und Hermine Walter† trainiert. Nicht vergessen dürfen wir die Narrenringvereine, zum Beispiel Hettingen, die unsere Sitzungen mitgestalteten. Schöne Zigeunerauftritte hatten wir mit der Walter-Combo unter Leitung von Hubert Walter†, der die Zigeuner bei Tanz und Gesang mit seiner Geige einige Zeit begleitete. Beim Rosenmontagsumzug in Hettingen war eine stattliche Zigeunergruppe vertreten.

 

1970 wurde Karl Ludäscher† Vizepräsident des CCZ. In Verbindung mit der Walter Kombo gestaltete der CCZ den Ball des Hotel– und Gaststättenverbandes 1971 in Dallau. Bei der Generalversammlung 1971 wurde Frau Notburga Müller zur Kassiererin gewählt. Anfangs wurde die Bühne von Wilhelm Göhrig später von Helmut Walter† dekoriert. Beiden hiermit Lob und Anerkennung.

 

1977 feierten wir 22 Jahre CCZ. Nach Gerd Fuchs wurde Dieter Weyand Präsident. Gerd Fuchs wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt. Nach Erhard Maisack wurde Theodor Fischer† 1.Vorsitzender. Unter seiner Leitung wurde der CCZ Schwarzach eingetragener Verein. Die Hallendekoration wurde gemeinsam mit dem MGV und dem TSV beschafft und eine Aufhängevorrichtung an der Hallendecke angebracht. Senatorinnen und Senatoren wurden geworben, die uns in anerkennenswerter Weise finanziell unterstützen. Nicht vergessen sind die Texterin der Zigeunerlieder Gerda Schmitt und die musikalische Begleitung von ihrer Schwester Gudrun Ebel. Die Zigeunertänze wurden in den diesen Jahren von Margit Weyand† eingeübt.

 

Seit 1979 finden die Sitzungen und die Kinderfastnacht am Fastnachtsdienstag in der Schwarzachhalle statt. Der CCZ schloss sich 1979 dem LWK (Landesverband Württembergischer Karnevalsvereine) an. Dadurch haben wir gute Unterstützung besonders durch die Unterländer Vereine z.B. Ellhofen in diesem Verband was natürlich auch zu Gegenbesuchen führt. Mehrmals waren wir am Fastnachtsdienstagmorgen beim närrischen Staatsempfang durch Ministerpräsident Lothar Späth im neuen Schloss in Stuttgart.

 

Schon Jahre hatte Rudolf Walter† die Idee mit dem Zigeunermarkt. An Christi Himmelfahrt (Vatertag) 1983 fand er zum ersten Mal statt und wird seither alle Jahre wiederholt.

 

Schwarzach bekam mit Petra und Jürgen Lamprecht, die mit ihren Eltern den Verein beigetreten sind, ein sehr erfolgreiches Tanzpaar. Zu Tanzturnieren reisten sie auf eigene Kosten durch die ganze Bundesrepublik. Dies wirkte sich auch auf den Bekanntheitsgrad des CCZ aus. Am 25. März 1984 wurde die Mühe des Tanzpaares belohnt. Gegen starke Konkurrenz (12 Paare) setzten sie sich durch und wurden Deutsche Meister der Junioren bei den Tanzpaaren. In Schwarzach wurde ihnen ein herzlicher Empfang durch den CCZ bereitet.

 

Am 28. März wurde das Meisterpaar von der Gemeindeverwaltung (Bürgermeister) empfangen und geehrt. Als Anerkennung erhielten sie vom Verein eine Reise nach Berlin, wo sie von einer dortigen Karnevalsgesellschaft betreut wurden.

 

Der CCZ hat neben Petra und Jürgen ein kleines Tanzpaar, ein Tanzmariechen, eine Kükengarde, eine Minigarde und eine Seniorengarde. Geleitet werden sie von Sabine Hackel (Möller) und Thea Döbert.

 

1989/90 feierte der CCZ sein 33jähriges Jubiläum. Es war ein erfolgreiches Jahr, in dem die Aktiven des Vereins recht gefordert waren. Neben eigenen Veranstaltungen, wie Kurpfalzfrühschoppen des Südfunks am 18.11.1989, der Prunksitzung am 17.2.1990 und dem Jubiläumsumzug am 25.2.1990, nahm der Verein an 14 auswärtigen Veranstaltungen teil.

 

Der Jugendelferrat hat sich so gut entwickelt, dass er das Dienstagprogramm für die Kinder bestreiten kann. Präsident Dieter Weyand wurde 1988/89 von Winfried Möller†, der zur Zeit auch 1.Vorsitzender ist, abgelöst.

 

Vorstandschaft im Jubeljahr 1989/90 bestand aus:

1.Vorsitzender:

Winfried Möller†

2.Vorsitzender:

Rudolf Walter†

Schriftführer:

Peter Hermann†

Kassierer:

Reinhold Wolks

Kassenprüfung:

Helga Lamprecht und Manfred Breinig

Sitzungspräsident:

Winfried Möller†

Vizepräsident:

Helmut Biegel

Hofmarschall

Peter Hermann†

Beisitzer:

Sabine Hackel, Peter Hofgärtner und Helmut Walter†

 

Aufgrund der Kriegsereignisse in der Golfregion wurden 1991 alle Veranstaltungen der 5. Jahreszeit bis auf den Zigeunermarkt am 9. Mai 1991 abgesagt.

 

Der CCZ war im Jahr 1992 Ausrichter der Narrenring-Eröffnungssitzung, die am 25. Januar stattfand. Um 15.00 Uhr gab die Gemeinde einen Empfang im Foyer der Halle. Um 19.31 Uhr begann die Sitzung mit dem Einzug der Abordnungen der Mitgliedsvereine und des Narrenringpräsidiums.

 

Die große Prunk- und Fremdensitzung des Jahres 1993 fand am 18. Februar statt. Es wurde ein reichhaltiges, abwechslungsreiches Programm für Jedermann, ob jung oder jung geblieben, geboten.

 

In den Jahren 1994 bis 1996 konnte man auf recht erfolgreiche Kampagnen zurückblicken. Erwähnenswert wäre hier, dass unter der Leitung von Bernd Helmreich die erste CCZ-Rallye statt fand, die bei den Vereinsmitgliedern guten Anklang fand. Außerdem fand 1996 die 2. Jugendverbandssitzung des Narrenrings in der Schwarzachhalle statt, die aufgrund guter Organisation des Jugendausschusses wie auch des CCZ ein sehr schöner Erfolg wurde.

 

Da der CCZ 1997 40 Jahre alt wurde, plante die Vorstandschaft, wieder einen Umzug durchzuführen. Peter Hermann† wurde als Zugmarschall benannt. Er hatte Erfahrung mit den Behörden, da er schon einen Umzug organisierte. Die ortsansässigen Vereine wurden informiert und befreundete auswärtige Gesellschaften angeschrieben. Dadurch wurde der Umzug ein großer Erfolg. In diesem Jahr nahmen wir auch noch am Narrenring-Umzug in Bürgstadt und am Umzug in Ellhofen teil. Dieses Mal verliefen sich die Zigeuner nicht. Im vorangegangenen Jahr teilten sich am Schluss des Umzuges in Ellhofen die Zuschauermengen und die Nachhut der Zigeuner meinte, ein neuer Weg werde gelaufen. Als dann keine Zuschauer mehr am Straßenrand standen, bemerkten sie ihren Fehler und kehrten unter viel Gelächter zur Umzugsstrecke zurück. Im Herbst bekamen wir von Ellhofen deshalb einen Orts- und Straßenplan überreicht. Wir sind halt Zigeuner. "Damals wie heut – närrische Leut". Unter diesem Motto wurde auch unsere damalige Prunk- und Fremdensitzung ein Erfolg.

 

Das Motto der Sitzung 1998 lautete "Schwärzicher Zigeunernacht". Wo tanzen die Guggenmusiker auf den Tischen, wo windet sich eine närrische Polonaise mit dem Bürgermeister an der Spitze durch den Saal, natürlich nur bei der Schwärzicher Zigeunernacht in der Schwarzachhalle, wo Präsident Winfried Möller† und Vize Helmut Biegel an der Spitze des Elferrates die Prunk- und Fremdensitzung des Carneval-Clubs "Zigeunerio" eröffneten. Und die Zigeuner waren in dieser Nacht wirklich los, das närrische Temperament scheint ihnen schon mit der Muttermilch eingeflößt worden zu sein, und je später der Abend desto höher schlugen die Stimmungswogen. Und dann nahte Mitternacht und die Zigeuner kamen. Wie jedes Jahr dominierte die gemischte Gruppe auf der Bühne mit Tanz, Folklore und Ausstrahlung. Sie ist aus der Schwärzicher Fastnacht nicht wegzudenken.

 

Ebenso ausgelassen war die Stimmung auf der Prunk- und Fremdensitzung am 5. Februar 1999. Auch in diesem Jahr schlugen die Zigeuner ihr närrisches Lager in der Schwarzachhalle auf und lockten mit einem farbenprächtigen, unterhaltsamen und abwechslungsreichen Programm Gäste aus nah und fern in ihren Bann. Und auch in diesem Jahr wurde der Abend mit den Gesängen der gemischten Zigeunergruppe und dem Fazit: "Lustig ist das Zigeunerleben" gekrönt.

 

Mit Schwung ins neue Jahrtausend – unter diesem Motto ging das närrische Programm des Carneval Clubs Zigeunerio (CCZ) Schwarzach 2000 über die Bühne. Und in der Schwarzach-Halle gab es gleich doppelt Grund zum Feiern: Neben dem närrischen Treiben stand auch ein Geburtstag auf dem Programm: Zigeunerio-Präsident Winfried Puschkin† feierte seinen 60. Geburtstag. Glückwünsche nach alter Jecken-Manier hagelte es für den Vereinspräsidenten. Seine „Zigeuner" hatten sich zur Feier des Tages etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Um die sechs Jahrzehnte gebührend zu feiern, legten die männlichen Vereinsmitglieder nachdem obligatorischen Geburtstagsständchen zu Ehren ihres Präsidenten noch einen Mambo (Männerballett) auf das Parkett.

 

Im Jahre 2001, ist es wieder soweit: Der CCZ hat wieder Jubiläum – das 44 jährige! Für Zigeuner ist das eine runde Zahl und aus diesem Grund muss das groß gefeiert werden. Groß heißt für uns Zigeuner: Mit Umzug, großer Fremdensitzung und natürlich auch mit Fastnacht für die Kinder. Dass diese nicht zu kurz kommen beweisen diese Zahlen: In 44 Jahren hat der CCZ ca. 15 000 Berliner und 1000kg Süßigkeiten und Schokolade am Kindernachmittag verteilt.

 

Wir waren 44 Jahre ein reger Verein, der auch durch Ehrungen hervorgehoben wurde. Höchste Auszeichnungen sind die Verdienstorden des BDK (Bund Deutscher Karneval). So erhielten Rudolf Walter† und Helmut Biegel den Verdienstorden in Gold vom BDK und Peter Hermann†, Fritz Frey, Erhard Maisack, Theodor Fischer† und Winfried Möller† den Verdienstorden in Silber.

 

Rudolf Walter† ist ein Gründungsmitglied des CCZ. Auch Helmut Biegel feiert sein 44jähriges Jubiläum.

 

Vorstandschaft im Jubeljahr 2000/2001 setzte sich zusammen aus:

1.Vorsitzender:

Winfried Möller†

2.Vorsitzender:

Rudolf Walter†

Schriftführerin:

Thea Döbert

Kassierer:

Reinhold Wolks und Sven Möller

Kassenprüfung:

Helga Lamprecht und Ruth Fellhauer

Sitzungspräsident:

Winfried Möller†

Beisitzer:

Sabine Hackel, Marco Banholzer, Hans Knörzer und Helmut Walter†

 

Ein Jahr nach dem Jubiläumsfest wurde eine neue Vorstandschaft gewählt:

1.Vorsitzender:

Winfried Möller†

2.Vorsitzender:

Marco Banholzer

Schriftführerin:

Ruth Fellhauer

Kassierer:

Reinhold Wolks

Sitzungspräsident:

Bernd Helmreich

 

In dieser Kampagne wurde Winfried Möller† zum Ehrenpräsidenten des CCZ ernannt. Unser Nachwuchs Timo Hackel ging zum ersten Mal in die Bütt.

 

In der Saison 2003/2004 haben wir verschieden Auftritte mit der Zigeunergruppe sehr erfolgreich absolviert und unser junger Ehrenpräsident „Puschkin“† bekam die Ehrennadel den LWK und den BDK-Orden in Gold. Ein weiteres Highlight wurde uns zu Teil, die Frühjahr-und Herbstversammlung wurde von uns ausgerichtet und der Narrengottesdienst wurde von unserem CCZ in Heilbronn vorbereitet.

 

In der Kampagne 2004/2005 gab es erstmals keine Auftritte unserer Zigeunergruppe. Unser Sitzungspräsident Bernd Helmreich wird mit dem BDK-Orden in Silber ausgezeichnet.

 

Ein Highlight in der Saison 2005/2006 war das Benefizkonzert mit der Gruppe: „Shark“ zugunsten des Sinnesgarten der Diakonie-Schwarzach. Unser Vizepräsident: Sven Möller heiratet seine Zigeunerin Steffi.

 

In der Kampagne 2006/2007 feiert der CCZ sein 50-jähriges Jubiläum. Besonders wird dies am Ordensabend mit der Auszeichnung verdienter Mitglieder mit Verdienstorden des LWK und BDK sichtbar. Besonders zu erwähnen sind hier die Herren Rudolf Walter† (BDK-Orden in Gold mit Brillanten) und Helmut Walter† (BDK-Orden in Silber). Sven Möller leitet erstmals nach dem Rücktritt von Bernd Helmreich als Sitzungspräsident die Prunk- und Fremdensitzung, nachdem er in den vorausgegangenen Kampagnen bereits mehrfach gelungen ist den Ordensabend durch zu führen.

 

In der Kampagne 2007/2008 wurde eine neue Vorstandschaft gewählt:

1.Vorsitzender:

Winfried Möller†

2.Vorsitzender:

Jürgen Wolter

Schriftführerin:

Margrethe Gaukel

Kassierer:

Reinhold Wolks

Sitzungspräsident:

Sven Möller

Vizepräsidentin:

Sabine Hackel

Hofmarschallin:

Gabriele Richter

Beisitzer:

Gabriele Richter, Sabine Hackel, Helmut Biegel, Johann Riepel und Dieter Gross

 

In der laufenden Kampagne haben wir viele Abordnungen an unsere Gastvereine entsendet um den guten Kontakt zu pflegen. Nach einen Jahr legte unsere Schriftführerin ihr Amt nieder. Dieses Amt wurde von Sabine Hackel und ihrem Gatten Fred Hackel übernommen.

 

Ab der Saison 2008/2009 haben wir uns entschlossen keine Prunk-und Fremdensitzung zu organisieren, der Grund war: „Keine Interesse seitens der Bevölkerung Schwarzachs“. Jedoch der Ordensabend ist, wie schon in den letzten Jahren ein voller Erfolg für unsere Garden, sowie Gastvereine die uns besuchen mit tollen Darbietungen.

 

In der nächsten Kampagne 2009/2010 haben wir uns entschlossen ein Zigeunerball abzuhalten. Eine Gastband aus Bad Wimpfen „SROF“ sollte wieder Schwung nach Schwarzach bringen. Jedoch schlechtes Wetter (Schnee) machte uns ein Strich durch die Rechnung und somit hatten wir einen sehr schlechten Besuch. Örtliche Sponsoren haben unseren Verein unterstützt.

 

In der Kampagne 2010/2011 haben wir es erneut versucht eine Zigeunernacht zu organisieren. Wieder haben uns die Sponsoren unterstützt, jedoch die Bevölkerung ist wieder nicht gekommen und die Band spielte vor 10 Gästen und 15 Mitglieder.

 

Zur Belebung der Schwärzicher Kerwe wurden die örtlichen Vereine stärker einbezogen und so organisierte der CCZ am Kerwesonntag, 18. September 2011 erstmals ein Weißwurstfrühstück in bayrischer Tracht bei schwacher Resonanz. So wurden die 20 Paar Weißwürste großteils von Vereinsmitgliedern verzehrt. Man sah dies nicht als Mißerfolg an sondern vielmehr als Beginn und hoffte auf erfolgreiche Folgejahre.

 

Das Jahr 2011/2012 war für unseren Verein ein weniger gutes Jahr, denn wichtige Säulen unseres Clubs sind verstorben. Im Mai 2011 Rudolf Walter (Gründungsmitglied und Ehrenvorstand), im August 2011 Helmut Walter (Zigeunerschorsch), im Oktober 2011 Winfried Möller (Ehrenpräsident und 1.Vorsitzender) und im Mai 2012 Frieda Beisel†(Zigeunerin). In dieser Kampagne besteht unser Verein 55 Jahre. Der Vorstand beschloss auf Grund der Todesfälle das Jubiläum zu verschieben.

 

Im Juli wurde eine neue Vorstandschaft gewählt:

1.Vorsitzender:

Jürgen Wolter

2.Vorsitzender:

Dieter Gross

Schriftführerin:

Jacqueline Walter-Gross

Kassierer:

Reinhold Wolks

Sitzungspräsident:

Sven Möller

Vizepräsident:

Timo Hackel

Hofmarschallin:

Gabriele Richter

Beisitzer:

Sabine Hackel, Helmut Biegel, Johann Riepel, Sven Möller,

Gabriele Richter, Ann-Kathrin Wolter und Norbert Schlottmann.

 

 

Unsere interne Jubiläumsfeier erfolgte am 10. November 2012. Hierzu waren alle Mitglieder, ehemalige Präsidenten, Vorstände und Ehrenmitglieder eingeladen, die wir mit Abordnungen unseren Patenvereinen Ellhofen und Obergimpern und natürlich mit Vertretern des Narrenringpräsidiums gebührend feierten. Dieser festliche Rahmen wurde genutzt, um viele verdiente Mitglieder im Verein zu ehren. Eine besondere Ehrung erhielt Helmut Biegel, der zu seiner großen Überraschung mit dem BDK Verdienstorden in Gold mit Brillanten ausgezeichnet wurde.

 

Auch in der Kampagne 2012/2013 fanden wieder Ordensabend, unsere Kinder- und Behindertensitzung, Zigeunermarkt, Heringsessen im „Vereinsraum“ (Kellerbar von Fam. Gross), Umzug zu den Senatoren sowie 2 Second Hand Bazare statt. Wie üblich nahmen wir an den Faschingsumzügen in Ellhofen und Gundelsheim teil, auch als Abordnungen waren wir bei vielen Veranstaltungen befreundeter Vereinen vertreten. Am 13. Juli 2013 fand ein Helferfest CCZ bei Fam. Gross statt, der den aufkommenden Zigeunerkern stärker zusammenbinden sollte.

 

In der Kampagne 2013/2014 wurden die Bemühungen der neuen Vorstandschaft sichtbar, an allen Veranstaltungen waren zahlreiche Helfer zur Stelle, die Stimmung stieg und auch unsere befreundeten Faschingsvereine erlebten den neuen Wind. Wir waren zahlreicher, teils mit neuen Gesichtern als Abordnungen vertreten und spontan zu Späßen bereit. Seit langem ist es wieder gelungen, am Rosenmontagsumzug beim Patenverein in Obergimpern teilzunehmen. 2014 war das Jahr des Ice BucketChallenge (Eiskübelherausforderung in der Öffentlichkeit), zu dem bekannte Stars und Persönlichkeiten nominiert wurden. Dank Facebook und Medienrummel schwappte dies auch auf Vereine über und die Wiesenbacher Schisslhocker nominierten uns. Der Event fand am 10. September 2014 bei unserem Beirat Norbert Schlottmann mit anschließendem Grillen statt. Die zugehörige Geldspende wurde beim 4. Weißwurstfrühstück am Kerwesonntag an das SEG Schwarzach übergeben. Apropos Weißwurstfrühstück: Zum dritten Mal in Folge war die SF-Band Schwarzach dabei und wir ergänzten uns prima, die Stimmung und Anklang stieg von Jahr zu Jahr. Erstmals war das Zelt bis auf den letzten Platz besetzt, viele Gäste erschienen nun auch in Dirndl und Lederhosen und die ursprünglich 20 Weißwürste reichen nur noch wenigen Minuten. Auf „Rock me“ – live von der SF-Band gespielt – zeigten wir den aus Youtube bekannten Flashmob, welcher bei unseren Gästen so gut ankam, dass er am späteren Vormittag nochmals wiederholt werden mußte.

 

Am Kinderfasching 2015 hat der CCZ zu einer Spende aufgerufen. Das Geld soll zu Gunsten eines leider schwer erkrankten jungen Schwarzacher eingesetzt werden. Neben der Spendenbereitschaft unserer Besucher, hat der CCZ spontan auf 888,- € aufgerundet. Die Spende konnte noch am selben Tag persönlich übergeben werden. Man sieht hier auch wieder: Alle Narren, ob Groß oder Klein, werden gerne zu Helferlein!

 

In der außerfastnachlichen Zeit haben wir uns neben unseren Veranstaltungen zu einem kleinen aber feinen Ausflug getroffen. Nach einer nostalgischen Zugfahrt haben wir unseren „Paten-Ort“ Obergimpern umwandert, und haben ein paar schöne Stunden im Clubhaus der TSV Obergimpern verbracht.

 

Am 21.10.2015 wurde an der Generalversammlung neu gewählt, und somit gibt es kleine Veränderungen in der Vorstandschaft:

 

1.Vorsitzender:

Dieter Gross

2.Vorsitzender:

Jürgen Wolter

Schriftführerin:

Jacqueline Walter-Gross

2.Schriftführer/Webmaster:

Fred Hackel

Kassierer:

Ann-Kathrin Wolter

2. Kassier:

Reinhold Wolks

Sitzungspräsident:

Sven Möller

Vizepräsident:

Timo Hackel

Hofmarschallin:

Gabriele Richter

Zeugwart:

Hans Riepel

Beisitzer Jugend:

Elena Werner u. Kevin Hackel

Beisitzer:

Sabine Hackel, Helmut Biegel,

Kassenrevision:

Ute Herre u. Norbert Schlottmann

 

In der Kampagne 2015/2016 sind wir, neben unseren eigenen Veranstaltungen, natürlich wieder sehr zahlreich bei befreundeten Vereinen auf Besuch. Auf unsere hervorragende Jugendarbeit sind wir besonders stolz, somit sind wir in dieser Kampagne, neben Elferrat und Zigeuner, mit folgenden Gruppen aktiv: Kükengarde, Rot-Weiß-Garde, Rote Sternchen, Zigeunergarde und seit dieser Saison neu: Showtanz und Männerballett Zigeiner Buwe.

 

 

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Zuletzt bearbeitet: 01.02.2016